Der Padrino (Vater der Braut) holt die Braut in einem mit Blumen geschmückten Auto vom Hotel ab. Der Bräutigam wird von der Madrina (Mutter des Bräutigams) begleitet und kommt ca. 15 Minuten vor Beginn der Zeremonie in der Kirche an, während die Braut dagegen erst ca. 5-10 Minuten nach dem vorgesehenen Beginn der Zeremonie erscheint, damit keiner der Gäste ihre Ankunft verpaßt.
Der Bräutigam und die Madrina warten vor der Kirche auf die Braut und den Padrino. Die Gäste können vor oder in der Kirche warten, müssen aber in jedem Fall vor der Braut in der Kirche sein. Sobald alle ihre Plätze eingenommen haben, ertönt der Hochzeitsmarsch und die Braut betritt vom Padrino begleitet die Kirche.
Die Trauzeugen von Braut und Bräutigam sitzen entweder rechts oder links vom Mittelgang, je nachdem ob sie Trauzeugen der Braut (links) oder des Bräutigams (rechts) sind. Auch die Familienangehörigen und Freunde der Braut sitzen im allgemeinen auf der linken Seite des Altars und die des Bräutigams auf der rechten Seite, wenn diese Tradition auch in der Praxis nicht immer strikt eingehalten wird. In jedem Fall sitzt aber die Familie des Brautpaares in den ersten Reihen auf jeder jeweiligen Seite.
Während der Zeremonie bittet der Priester um die Ringe, die der Padrino bei sich trägt. In Spanien werden diese wie auch in Deutschland am Ringfinger der rechten Hand getragen. Danach übergeben sich Braut und Bräutigam gegenseitig einige Münzen (las arras), die als Symbol für die Zusammenlegung des Eigentums stehen.
Am Ende der Zeremonie wird alles durch die Unterschrift des Brautpaar, der Madrina, des Padrino und der Trauzeugen (am Altar oder in der Sakristei) besiegelt. Beim Verlassen der Kirche wird in fast allen Hochzeiten Reis (manchmal auch Blumenblätter) geworfen.
Das Brautpaar fährt dann mit dem Auto, in dem die Braut zur Kirche gebracht worden ist, zu dem Ort, den sie sich für die Hochzeitsfotos ausgesucht haben. Die Gäste begeben sich derweil zu den Bussen, die sie zum Stehempfang bringen, der im Garten des Restaurants Páramo stattfinden wird. Dort gibt es Getränke und Tapas, um das Warten auf das Brautpaar und das Abendessen zu verkürzen. Achtung: Da die Tapas leider sehr lecker sind und immer wieder nachgelegt wird, läuft man schnell Gefahr, sich den Appetit für das Abendessen (3 Gänge!) zu verderben.
Was zieht man an?
Unsere Devise ist: jeder was er will! Damit Ihr aber wißt, was bei spanischen Hochzeiten typisch ist und wie sich die spanischen Gäste kleiden werden, geben wir Euch eine Kurzzusammenfassung der Traditionen. Jeder kann dann für sich selbst entscheiden, ob er sich dem anpassen oder lieber anders gekleidet gehen möchte.
Die Herren der Schöpfung: Der Bräutigam, der Padrino und die Trauzeugen sind in der Regel gleich gekleidet (bei uns wird es ein chaqué sein). Damit keiner dem Bräutigam die Schau stiehlt, darf niemand eine Kravatte und eine Weste in gleicher Farbe tragen wie der Bräutigam. Die restlichen Gäste tragen normalerweise Anzug.
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